Rheinischer Krummstiel

Synonyme: -

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Baum 16 gepflanzt am 04.12.2016

Geschichte:

Eine alte deutsche Sorte, die aus der Nähe von Köln stamm, von wo sie auch Diel erhielt, der sie zuerst beschrieb. Bei uns besonders in der Steiermark verbreitet.

Beschreibung:

Frucht meist walzenförmig oder walzenkegelförmig, Hälften etwas verschieden, etwa 65 mm breit und 70 mm hoch. Bauch in der Mitte oder etwas stielwärts. Kelch meist meistens geschlossen, Blättchen lang zugespitzt, Einsenkung ziemlich tief, eng, mit flachen, über die Frucht laufenden Rippen. Stiel kurz, dick, fleischig oder nur ein Fleischbutz, Höhle mäßig tief, eng, berostet, meistens mit einem starken Fleischwulst. Schale etwas geschmeidig, glänzend, vom Baume grünlichgelb, später zitronengelb, sonnenseits bald nur punktiert gerötet, bald dunkler rot überzogen und darin breit und dunkler gestreift. Fleisch weiß, fein saftreich, markig, angenehm süßweinsäuerlich. Kernhaus hohlachsig, Kammern oft weit offen, Wände zerrissen, eiförmige, scharf gespitzte, oft taube Samen enthaltend. Kelchröhre kegelförmig, Staubfäden mittelständig.

Befruchtungsverhältnisse:

Schlechter Pollenbildner, mittelfrüh blühend.

Reife:

Die Frucht ist spät zu pflücken, etwa Ende Oktober, wird im Dezember genussreif und hält bis zum Frühling. Besitzt merklichen Geruch und ist sturmfest.

Eigenschaften des Baumes:

Dieser wächst stark, besonders in der Jugend, wird groß und bildet eine flachgewölbte Kugelkrone. Er setzt bald viel kurzes Fruchtholz an, beginnt früh zu tragen und trägt, wenn etwas erstarkt, sehr reich. Ist an den Boden nicht sehr anspruchsvoll und kommt noch in Höhenlagen gut fort. Am passendsten ist der Rheinische Krummstiel für den landwirtschaftlichen Obstbau, seine Formen sind der Hoch- und Halbstamm; für den Kleingarten hat er keine Bedeutung.

Gute Eigenschaften:

Der Baum leidet nicht an Krankheiten, trägt gut und ist noch für rauere Lagen geeignet, taugt auch zu Straßenpflanzungen. Lange Dauer der Frucht.

Schlechte Eigenschaften:

Der einseitige Gebrauchswert, sofern man diesen als ungünstige Eigenschaft ansehen will.


Ohne Autor: Farbtafeln aus der Beilage der Illustrierten Wochenzeitung Nach der Arbeit Seitzer:

Mit freundlicher Genehmigung des BUND-Lemgo


Fotos und Abbildungen

Mit freundlicher Genehmigung des BUND-Lemgo


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Foto der Blüte. Aufnahme aus den Streuobstwiesen des BUND-Lemgo aus dem Jahre 2006. (c) BUND-Lemgo

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Foto der Einzelfrucht. (c) BUND-Lemgo

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Ohne Autor: Farbtafeln aus der Beilage der Illustrierten Wochenzeitung Nach der Arbeit